Kurzzeittherapie
Als Kurzzeittherapie werden Behandlungen bezeichnet, die bis zu 25 Sitzungen umfassen. Sie sind dann sinnvoll, wenn akut krankheitswertige psychische Störungen auftreten, die oftmals auf schwer zu bewältigende Lebenssituationen zurückgeführt werden können. Man spricht dann auch von Krisenintervention bei einer eingrenzbaren Konfliktproblematik.
So kann es sein, dass jemand mit einer Trennung nicht zurechtkommt oder mit plötzlichen Ängsten aufgrund geänderter Lebensverhältnisse reagiert. Oftmals spricht man hier von akuten Belastungsreaktionen, in denen Menschen, die ansonsten keine auffallenden psychischen Schwierigkeiten haben, plötzlich seelisch überfordert sind.
In so einem Fall sind bis zu 25 Sitzungen häufig ausreichend, die aufgetretenen Schwierigkeiten zu verstehen und therapeutisch zu bearbeiten, sodass eine Stabilisierung erreicht werden kann.
Langzeittherapie
Als Langzeittherapien werden Behandlungen mit mehr als 25 Sitzungen bezeichnet. Bei einer Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie handelt es sich dabei in der Regel um 50 bis 80, im gesondert zu begründenden Höchstfall auch um 100 Sitzungen à 50 Minuten. Die Analytische Psychotherapie ist grundsätzlich als Langzeittherapie zu verstehen und umfasst 160 bis 240, im Höchstfall 300 Sitzungen à 50 Minuten.
In der Regel sind Langzeittherapien dann sinnvoll, wenn die bestehende Problematik bereits länger anhält, die Lebensführung erheblich beeinträchtigt ist, kombinierte symptomatische Beschwerden auftreten und mehrere Lebensbereiche betroffen sind.
Nicole Spitzer Psychoanalyse und Psychotherapie in Rostock
